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Culture to go Blog: Kultur und Medien


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Kultur und digitale Medien
Updated: 5 hours 15 min ago

Tweetup im Museum Neukölln am 14. Juni 2013

June 5, 2013 - 6:06am

 Otto Hagemann / Museum NeuköllnDie Hufeisen- und die Krugpfuhlsiedlung in Britz waren Musterbeispiele für einen reformorientierten, sozial engagierten Wohnungsbau in der Weimarer Republik. Mit der Ausstellung „Das Ende der Idylle?“ verfolgt das Museum Neukölln, was nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten aus diesem Reformprojekt wurde.

Wir laden Sie herzlich ein zu einem Tweetup in der Ausstellung. Am Freitag, den 14. Juni, wird uns der Leiter des Museums Dr. Udo Gößwald durch die Ausstellung führen.

Und so funktioniert ein Tweetup: Die Teilnehmer_innen folgen der Führung und teilen ihre Erlebnisse zeitgleich über Twitter. Über den Hashtag #tumnk kann das Tweetup von anderen Twitterern verfolgt werden. Außerdem wird eine Twitterwall eingerichtet, auf der alle Beiträge gesammelt erscheinen.

Für Twitter-Novizen:

Um an einem Tweetup teilzunehmen, braucht man lediglich ein internetfähiges Handy – und natürlich einen Twitter-Account (der ist in wenigen Minuten eingerichtet: Anmeldeseite). Wer Unterstützung braucht, kommt einfach eine Viertelstunde früher, wir helfen gern.

Treffpunkt:
Museum Neukölln
Gutshof Britz
Alt-Britz 81
12359 Berlin
16.30 Uhr, an der Museumskasse

Anmeldung:
einfach einen Tweet an @culturetogo schicken

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Der Eintritt ist frei.

Wir freuen uns auf viele Teilnehmer und eine anregende Diskussion!

Categories: Museum [Tech] Blogs + Stuff

Digitalt Museum – Norwegen und Schweden präsentieren ihre Museumsschätze online

May 23, 2013 - 6:07am

Weitgehend unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit (löbliche Ausnahme: Kultur im Web der Pausanio Akademie) haben Norwegen und Schweden ein groß angelegtes Projekt gestartet, um ihre Museumsbestände zentral online zugänglich zu machen.

Das norwegische Portal ist unter http://www.digitaltmuseum.no erreichbar. Es umfasst aktuell knapp 1,2 Millionen Objekte aus 131 Museen des Landes.

DigitaltMuseum Norwegen

Das schwedische Schwesterportal verwendet die gleich Benutzeroberfläche; es enthält knapp 900.000 Werke aus 22 Museen.

DigitaltMuseum Schweden

“Participate” – die Aufforderung zur Mitwirkung steht unübersehbar gleich unter dem eleganten Content-Slider. Digitalt Museum will offenkundig mehr sein, als ein Bilddatenbank, über die man digitalisierte Kulturgüter abrufen kann. Die  Nutzer sollen dazu beitragen, die Bestände durch Schlagwörter zu erschließen, in persönlichen Sammlungen thematisch zu ordnen und durch eigene Beiträge zu kommentieren.

DigitaltMuseum Kommentarfunktion

Entsprechend prominent ist das Kommentarformular neben dem Werkeintrag platziert. Auch wenn sich die Kommentierfreude der Nutzer noch in Grenzen hält, findet man schöne Beispiele, wie Besucher die Informationen ergänzen und mit ihrer eigenen Geschichte verknüpfen:

DigitaltMuseum Nutzerkommentar

Während das Kategorienschema von den Fachleuten vorgegeben ist, steht den Nutzern die Möglichkeit zur Verfügung, das Material mit Schlagwörtern zu versehen. 

 

 

Im Laufe der Zeit werden sich so interessante Recherchemöglichkeiten in den umfangreichen Beständen der beiden Portrale ergeben. 

Möglichkeiten zu einer explorativen, thematisch mehr oder weniger eng fokussierten Suche bietet die Rubrik “Related Obejcts”, in der verwandte Objekte zur weiteren Erkundung vorgeschlagen werden:

DigitaltMuseum Related Objects

Außerdem können die Mitarbeiter der teilnehmenden Museen zu einzelnen Themen Material zusammenstellen, das mit einer kurzen Einführung und dem Profil des Bearbeiters bzw. der Bearbeiterin erscheint:

DigitaltMuseum Nutzerprofil

 Ähnliches geschieht in den “Ausstellungen” (Ausstellungen Norwegen, Ausstellungen Schweden), die allerdings das Medium Virtuelle Ausstellung sehr spartanisch interpretieren.

Digitalt Museum Virtuelle Ausstellung

Als Fazit kann man festhalten, dass die beiden skandinavischen Länder mit ihren Portalen Maßstäbe für die digitale Präsentation von Kulturgut setzen. Bilder und Metainformationen sind übersichtlich und ansprechend aufbereitet, das Material ist vielfach erschlossen und lädt zu explorativen Streifzügen ein. Auf der Höhe der Zeit ist auch der partizipative Ansatz, der die Nutzer bei Erschließung und Verbreitung der digitalen Kulturgüter mit einbezieht.

 

Categories: Museum [Tech] Blogs + Stuff